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Wildbienen schnell und einfach helfen

Mit 1-3 Pflanzen plus einer Nistmöglichkeit

 Diese Rubrik handelt von einfachen Maßnahmen, mit denen ausgewählte Wildbienenarten angelockt werden können.

 Jede Galerie zeigt 1-3 Lieblingspflanzen einer bestimmten Wildbienart. Es muss kein Beet angelegt werden. Die Kosten sind sehr gering.     Der Schwierigkeitsgrad ist so niedrig wie irgend möglich.

 Die kurzen Anleitungen folgen dieser Formel: Pflanze + Nistgelegenheit = 1 Wildbienenart sicher + evtl. diese oder jene Wildbienenart     dazu geschenkt. 

  "Schnell&Einfach" bedeutet: ein schneller und einfacher Weg zum Wildbienenerlebnis. Das Erlebnis steht im Vordergrund, der     Naturschutz kommt als Nebeneffekt daher. Für größere Flächen sind die Wildbienenbeete zu empfehlen.

So funktioniert das Prinzip: Wählen Sie die Wildbienenarten, die Sie gerne in Ihrem Garten sehen würden. Säen oder pflanzen Sie die genannten 1-3 Pflanzenarten - und fertig ist die Wildbienen-Beobachtungsstation. Wer will, kann die abgebildete Nistgelegenheit dazu anbieten, dies ist jedoch kein Muss.

Die blauschwarze Holzbiene (Xylocopa violacea)

Die Natternkopf-Mauerbiene (Osmia adunca)

Die stahlblaue Mauerbiene (Osmia caerulescens)

Die Schöterich-Mauerbiene (Osmia brevicornis)

Die gehörnte Mauerbiene und die rostrote Mauerbiene (Osmia cornuta, O.bicornis)

Die Glockenblumen-Scherenbienen (Chelostoma rapunculi, C. campanularum, C. distinctum)

Die Gartenwollbiene (Anthidium manicatum)

Kleine Wollbienen (Anthidium oblongatum, A. punctatum, A. strigatum)

Maskenbienen (Hylaeus spec.)

Blattschneiderbienen (Megachile willughbiella und weitere)

Die Frühlings-Pelzbiene (Anthophora plumipes)

Die Vierfleck-Pelzbiene (Anthophora quadrimaculata)

Die frühe Dolden-Sandbiene (Andrena proxima)

Die Zaunrüben-Sandbiene (Andrena florea)

Die blauschillernde Senf-Sandbiene (Andrena agilissima)

Die Ehrenpreis-Sandbiene (Andrena viridescens)

Keulhornbienen (Ceratina cyanea, C. chalybea, C. cucurbitina)

Seidenbienen des Sommers (Colletes daviesanus, C. similis, C. fodiens)

Die Efeu-Seidenbiene (Colletes hederae)

Löcherbienen (Heriades truncorum, H. crenulatus)

Die Mai-Langhornbiene (Eucera nigrescens)

Die gelbbindige Furchenbiene (Halictus scabiosae)

Die vierbindige Furchenbiene (Halictus quadricinctus)

Tipp: Nicht alle Wildbienenarten dieser Seite kommen flächendeckend in Deutschland vor. Ob die Rezepte funktionieren, liegt in erster Linie am Wohnort.

  • in Lagen unter 500m südlich der Mittelgebirge, die warm und trocken sind, sind alle Rezepte dieser Seite aussichtsreich.
  • in Lagen über 500m oder in kühl-regnerischen Gebieten Deutschlands lassen sich auch mit perfekter Bepflanzung nicht so viele Wildbienen beobachten. Hier lohnt sich eine Orientierung am "Schmetterlingsbeet", sowie Gehölze und Wasserflächen, um viele unterschiedliche Tiere anzulocken.
  • Die Arteninfo auf www.wildbienen-kataster.de zeigt, wo in Deutschland die jeweilige Wildbienenart nachgewiesen wurde. Die Wildbienenarten können jedoch auch außerhalb dieser Markierungen vorkommen, nur sind sie dort noch nicht regisitriert worden. Auch auf www.wildbienen.de finden sich Angaben zur Verbreitung der jeweiligen Wildbienenart.

Die meisten Menschen bemerken schon im ersten Jahr den Wildbienenbesuch. Wenn auch im zweiten Jahr nicht so viel zu sehen ist (was selten vorkommt), liegt es wahrscheinlich am Wohnort oder an einem selbst. Die Schöterich-Mauerbiene flog beispielsweise 2-4 Jahre im Guntersblumer Garten herum, ohne bemerkt zu werden. Erst im Nachhinein fiel sie auf Fotos auf.

Viele Wildbienen sind kleiner als Honigbienen, fliegen unglaublich schnell, sind in Bodennähe (und nicht in Augenhöhe!) unterwegs und auch nur bei warmem, windstillem und trockenem Wetter zu sehen. Man muss sich bücken und genau hinsehen, am besten an einem warmen Vormittag während der Blütezeit. Botanische Gärten eignen sich gut um den Blick zu schulen, da hier normalerweise viele Wildbienen zu finden sind.